Aktuelle Lage

In der Nacht standen die Zeichen noch alle auf Räumung und Beendigung der Besetzung, doch die befürchtete Ansage des Rektors blieb aus und nun ist es sicher: Wir sind weiterhin geduldet und wir machen weiter!

Heute im 10:00 Uhr Plenum haben sich eine Reihe neuer Gesichter blicken lassen, die mit frischem Elan mehr Mobilisierung gefordert und konstruktive Vorschläge gemacht. Der Kreis der Besetzer vergrößert sich und findet immer mehr Rückhalt in der Studierendenschaft.

Gleichzeitig schrieb der AStA in ihrer Pressemitteilung vom 11.11.2009, dass er die Besetzung des Audimax verurteilt, unter anderem auf Grund des anscheinend mangelnden inhaltlichen und ergebnisorientierten Dialoges und des Ausfalls von Lehrveranstaltungen. Wir halten die Kritik für ungerechtfertigt, weil wir gerade durch die Besetzung den Raum für eine inhaltliche und ergebnisorientierte Debatte durch die Betroffenen schaffen und durch unseren alternativen Raumplan den wir vorher organisieren dafür sorgen, dass wir den Lehrbetrieb gerade nicht aufhalten. Desweiteren weisen wir hier nochmal darauf hin, dass wir grundsätzlich den Dialog mit dem AStA suchen und uns über ihr Entgegenkommen freuen. Vor etwa 20 Minuten hat der AStA mit uns Kontakt aufgenommen und uns den Umzug in einen kleineren Raum in der Slavistik angeboten, das wurde anscheinend mit dem Rektorat/Verwaltung abgesprochen. Der Vorschlag wird um 16:00 Uhr im Plenum zur Debatte stehen. Das aktuelle Meinungsbild ist derzeit noch gespalten.

Desweiteren hat sich die hochschulpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Ilka Lochner-Borst auf MVRegio zu den aktuellen Ereignissen an der Uni Greiswald geäußert. Sie hält die Besetzung für „fehlgeleitetes Verhalten“. Wir begrüßen das steigende Interesse an unserer Aktion, jedoch halten wir auch diese Kritik für haltlos. Wir bestreiten nicht, dass die Uni Greifswald viele Vorteile bietet, dass 12.200 Studenten aber dafür stehen sollen, dass die Uni keine Probleme hat, ist herbeigezogener Unfug. Auch, dass in letzter Zeit bereits viel für die Sanierung der Institutsgebäude getan wurde, bestreiten wir nicht. Es ist aber Augenwischerei, wenn man denkt, damit wär es getan. Wenn z.B. in der Anglistik die Treppe einsturzgefärdet ist, so dass sie nur ca. 5 Personen gleichzeitig betreten können, dann ist das untragbar! Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass die Besetzer sich nicht von ihrem Studium abgewandt haben, sondern ihre eng bemessene Freizeit für bessere Studiunbedingungen aufopfern, weiterhin werden Vorlesungen und Seminare besucht.

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4 Antworten to “Aktuelle Lage”

  1. Schöne Neuigkeiten!

    Freut mich, dass ihr weiterhin geduldet seid und dass es bei euch weiter voran geht.

  2. Es ist doch nicht zu fassen. Der AStA verurteilt Gespenster!!! Der reguläre Unibetrieb wird nicht gestört!!!!
    Liebes StuPa, zieht bitte bitte Konsequenzen!!!

  3. guten morgen liebe mitstreiter.

    ich melde mich frontunfähig.sitze zu haus und brüte irgendetwas aus.
    kopfschmerzen und allgemeines unwohlbefinden.

    aber mit freude lese ich von neuen leuten und immer mehr besetzten unis.
    weiter so.lasst euch nicht unterkriegen.vllt komm ich heut abend nochmal rum.

    solidarische grüße

  4. Ist die Slavistik nicht auch einsturzgefährdet? 😉 Passt auf, dass AStA und HS-Leitung euch nichts böses wollen.

    Hört sich gut an, was da bei euch läuft. Morgen wieder 16:00-Plenum?

    Mit sozialistischem Gruß,
    Fabian

    P.S. UNSERE UNI!
    P.P.S. Lochner-Borst kenn ich. Lustige Vorstellungen über die finanzielle Situation der Studierenden im Land.


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